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FDP muss Partei der modernen Bürgerlichen sein

Die politische Schweiz teilt sich in Linke und Rechte, in Konservative und Fortschrittliche. Wo ist da der Platz der FDP? Viele - nur allzu viele - meinen, dass dieser Platz nur mehr schwer zu erkennen ist. Zu breit sei das Meinungsspektrum innerhalb der Freisinnigen geworden. Zu viele Flügel würden den Blick auf das Gemeinsame verdecken. Einer solchen Beurteilung kann eine gewisse Richtigkeit nicht abgesprochen werden. Das Erkennen von Problemen aber ist immer auch der erste Schritt zum Umschwung. Die kommenden Monate und Jahre werden für die schweizerischen Parteien entscheidend sein. Es wird nicht mehr - wie bis anhin - genügen, in eher allgemeinen Floskeln gegen einen reglementierwütig gewordenen Staat aufzubegehren. Es wird nicht mehr genügen, nur allgemein gehaltene Sparappelle an wen auch immer zu richten.In den nächsten Jahren ist Konkretes gefragt. Alle Parteien werden gezwungen sein, klar, transparent und offen zu sagen, wo im Einzelnen die Probleme liegen. Alle Parteien werden erklären müssen, welche Lösungen sie für solche Probleme haben. Das blosse Nein wird nicht mehr genügen. Politisch punkten wird nur, wer zu klaren Aussagen zurückkehrt und dabei Lösungsmöglichkeiten nicht verschleiert, sondern transparent aufzeigt. Dieser Weg des Verschwommenen zum Klaren wird die Chance der FDP sein. Der FDP wird und muss es so gelingen, die modernen und die zukunftsbejahenden Bürgerlichen für sich zurückzugewinnen. Bürgerlich sein heisst in diesem Zusammenhang zu erkennen, dass der Staat nicht uferlos wachsen kann. Er hat sich wieder vermehrt auf seine Kernaufgaben zurückzuziehen. Zu diesen Kernaufgaben gehört auch der Sozialbereich. Klar muss dabei sein, dass den sozial Schwachen - dies sogar grosszügig - zu helfen ist. Solche Hilfe aber darf nicht zum Anlass genommen werden, das soziale Füllhorn auch auf solche auszuschütten, die es nicht nötig haben. Hilfe gehört denen, die nicht in der Lage sind, sich selbst helfen zu können. Der Stellenwert der Selbstverantwortung muss wieder ein höherer werden. Standpunkt

Neue Luzerner Zeitung

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