Weigelt stützt nun Schweiger
Der St.-Galler Nationalrat Peter Weigelt spricht sich für den Zuger Rolf Schweiger als FDP-Präsident aus. Er verzichtet auf eine Kandidatur.
ap/adm. Der St.-Galler Peter Weigelt will nun doch nicht ums Präsidium der FDP in den Ring steigen. Er hat gestern seinen Verzicht bekannt gegeben. Er begründet den Entscheid mit der zu grossen beruflichen Belastung. Hintergrund des Verzichts ist aber auch die Erkenntnis, dass er mit seinem Strukturpapier in der Fraktion keine Unterstützung fand. Weigelt argumentiert gemäss einer Mitteilung der St.-Galler FDP-Kantonalsektion, dass ohne strukturelle Anpassungen das Präsidentenamt parallel zu seinem vollberuflichen Engagement und dem Mandat als Nationalrat nicht zu bewältigen sei. Das Strategiepapier hatte zusammen mit den Umständen beim Langenberger-Rücktritt für einen Hauskrach in der FDP gesorgt.
Sukkurs für Schweiger
Die FDP St. Gallen unterstützt mit ihren Bundesparlamentariern
Peter Weigelt, Erika Forster und Walter Müller die Kandidatur Schweigers. Dieser habe
sich in der Vergangenheit als konsequenter Ordnungs-, Finanz- und Wirtschaftspolitiker
profiliert und sich durch eine liberale Gesellschaftspolitik ausgezeichnet. Mit dem
Verzicht von Weigelt ist der Zuger Ständerat Schweiger nach wie vor der einzige
offizielle Kandidat fürs FDP-Präsidium.
Noch offen ist, ob auch der Luzerner Nationalrat Georges Theiler antreten wird,
der von der Arbeitsgruppe Personelles ebenfalls als möglicher Präsident angefragt wurde.
Sein Entscheid steht noch aus (siehe Interview). Er sei persönlich immer für Wettbewerb,
erklärte Theiler im Gespräch mit dieser Zeitung. In dieser Hinsicht könnte seine Kandidatur für einen spannenden Wahlkampf sorgen.
Freitag, 12. März 2004, Neue Luzerner Zeitung


