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Rauchende Köpfe in der FDP

adm/sda. Einen Tag nach dem mehr oder weniger erzwungenen Rücktritt von FDP-Parteipräsidentin Christiane Langenberger ist in der Partei Feuer im Dach. Mitglieder der Geschäftsleitung wurden am Donnerstag offenbar vor vollendete Tatsachen gestellt und konnten über die Personalfrage gar nicht mehr mitdiskutieren. FDP-Fraktionschef Fulvio Pelli (Tessin) soll gemäss einem Bericht von Radio DRS die Sitzung wutentbrannt verlassen haben, und auch FDP-Frauen-Präsidentin Mariannen Dürst (Glarus) und Vizepräsident Ruedi Noser (Zürich) machten gestern ihrem Ärger öffentlich Luft.

Schommer will bleiben
Gegen die Kritik wehrt sich Marianne Kleiner (Appenzell) als Präsidentin der Arbeitsgruppe Personelles. Langenberger habe selber entschieden zurückzutreten. Kleiner: "Wir stellen jede Position in Frage". Das heisse aber nicht, dass es zu weiteren Wechseln komme. Zur Debatte steht auch das Schicksal einzelner Geschäftsleitungsmitglieder. Noser hält allerdings nichts von einem Wechsel, er möchte gerne als Chef der Arbeitsgruppe "Avenir radical" weitermachen. Zur Sprache gebracht wurde an der Personalsitzung offenbar auch die Stelle von FDP-Generalsekretär Guido Schommer. Doch dieser will ebenfalls bleiben. Er habe an seinem Amt Freude, sagte er gestern. Zudem wolle er Verantwortung mittragen - "wenn man das wünscht".

Bis zum 28. März haben die Kantonalparteien Zeit, um ihre Nominationen einzureichen. Kronfavorit ist für viele Medien der Zuger Ständerat Rolf Schweiger.

Samstag, 6. März 2004, Neue Luzerner Zeitung

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