Mann der Wirtschaft nötig
Nach der Wahl von Vizepräsidentin Christiane Langenberger zur FDP-Parteipräsidentin ist ein Stuhl in der FDP-Leitung neu zu besetzen. Neben dem Zürcher Kantonsrat Ruedi Noser, dem Prasidenten der Jundgfreisinnigen, Daniel Helfenfinger, und der Neuenburger Ständerätin Michèle Berger kandidiert auch der Zuger Ständerat Rolf Schweiger.
Rolf Schweiger, weshalb sind Sie der beste Kandidat fürs FDP-Vizepräsidium?
Rolf Schweiger: Weil ich den Wunsch der FDP spüre, nun einen Deutschschweizer Vertreter zu wählen. Auch braucht es jemanden, welcher der Wirtschaft nahe steht. Beide Anforderungen kann ich erfüllen - und so fühle ich mich verantwortlich, zu kandidieren.
Werden Sie auch trumpfen, weil Sie Zuger sind und nicht der viel kritisierten Zürcher FDP angehören?
Rolf Schweiger: (lacht) Das war für meine Kandidatur noch kein Kriterium.
Ein Konkurrent ist jedoch sicher der Präsident der Jungfreisinnigen. Letztere Kritisieren, dass mit Ihnen das FDP-Präsidium - verzeihen Sie - noch etwas älter würde?
Rolf Schweiger: Das ist richtig: Ich bedaure auch, dass ich nicht mehr zwanzig bin. Die FDP-Spitze braucht jetzt jedoch vor allem eine Persönlichkeit, einen Mann mit Wirtschaftserfahrung. Aber selbstverständlich ist die Mitarbeit der Jungen in der Geschäftsleitung wünschbar.
Vertreten Sie auch den Zentralschweizer Anspruch nach dem Rücktritt von Franz Steinegger (Uri)?
Rolf Schweiger: Ja, das war ebenfalls ein wichtiges Motiv.


