Interview mit FDP Ständerat Rolf Schweiger
1. Rolf Schweiger, Sie kandidieren in diesem Jahr erneut für den Ständerat. Was dürfen die Zuger/innen von Ihnen erwarten, falls Sie gewählt würden?
Dass ich alles tun werde, um in Bern zu zeigen, dass Zug ein Top-Kanton ist, dessen wirtschaftliche Stärken man nicht über Gebühr strapazieren sollte.
2. Was war Ihre Motivation, um sich dieser Wahl zu stellen?
Etwas tun zu können, von dem ich glaube, dass es mir liegt - nämlich Probleme zu erkennen und sie einer brauchbaren Lösung zuzuführen.
3. Jeder Mensch hat Stärken und Schwächen. Nennen Sie uns je eine Stärke und eine Schwäche von Ihnen:
Stärke: Durchsetzungsvermögen
Schwäche: Ordnung (Hang zum Chaotismus)
4. Welche Zuger/in würden Sie zum Ritter schlagen?
Regierungsrat Robert Bisig.
5. Wenn Sie im Kanton Zug eine Million Franken investieren könnten, wo würden Sie das tun?
In Aktien der Zuger Kantonalbank.
6. Was fällt Ihnen spontan zum Thema Nationalbank-Gold ein?
Viel, viel Geld, dessen Verteilung schwieriger zu sein scheint als das Hüten eines Sackes voller Flöhe.
7. Wie stellen Sie sich die Schweiz in tausend Jahren vor?
Schön wie heute.
8. Welche Buchtitel würden Sie für Ihr Leben wählen?
Reden ist Silber, Schweiger ist ....
9. Welches ist Ihr Traumauto?
Mein erstes - ein FIAT Seicento mit Schiebedach.
10. Mit welchen Schweizer Bräuchen fühlen Sie sich verbunden?
Dem Jodeln in der Badewanne.
11. Sie muss man gern haben, weil...
ich ein durchaus charmanter Unterhalter sein kann.
12. Wohin würden Sie fliegen, wenn Sie ein Vogel wären, und warum?
Zu Petrus, um zu sehen, ob der Saldo meines Sündenregisters für den Himmel noch ausreicht, oder ob ich mich in den nächsten Jahren mehr zusammennehmen muss.
13. Wie erobert man Ihr Herz im Sturm?
Durch ein ansteckendes Lachen dies zumal dann, wenn es mit einem Augenaufschlag verbunden ist.
14. Was können Frauen besser als Männer?
Fast alles.
15. Was halten Sie als Rechtsanwalt von der amerikanischen Justiz, mit der die Schweiz in der Vergangenheit immer wieder zu tun hatte?
Die amerikanische Justiz ist besser als ihr Ruf; schlimmer dagegen sind einzelne Anwälte, wie zum Beispiel Fagan, (der aber seine Prozesse meistens verliert).
16. Wenn Sie jemanden auf den Mond schiessen könnten, wer wäre das und warum?
Meinen Wecker, damit ich endlich in Ruhe ausschlafen kann.
17. Welches berufliche Traumziel schwebte Ihnen als Kind vor?
Phase 1: Kehrichtwagen-Mitfahrer (hinten)
Phase 2: Pfarrer
Phase 3: Lokomotivführer
18. Wen würden Sie niemals zu sich nach Hause einladen und warum nicht?
Alt Nationalrat Jean Ziegler, weil er mit nicht zu bremsenden Wortschwalltiraden Dinge zu sagen pflegt, die von messianischer Arroganz nur so strotzen.
19. Was ist Ihre grösste Sucht?
Das nächtliche Aufsuchen des Kühlschrankes.
20. Was ist Ihnen wirklich wichtig?
All das, was meine persönlichsten Bereiche betrifft, und das ich deshalb in der Öffentlichkeit nicht ausbreiten will.
21. Was ist Ihnen komplett zuwider?
Leute, die nur immer von sich selbst reden und sich als das Grösste dieser Welt empfinden.
22. Für was würden Sie sich gern mal wieder Zeit nehmen?
Für eine mehrtägige Wanderung, dies allerdings nur mit kurzen Wanderetappen, dafür aber genügend Zeit für das Hüttenleben.
23. Was finden Sie gut/schlecht an der Schweizer Demokratie?
Gut: Dass Entscheide auch in kontroversesten Fragen nach den Abstimmungen allgemein akzeptiert werden.
Schlecht: Dass zu oft dringende Entscheide zu lange aufgeschoben werden.
24. Welche/n Politiker/in würden Sie jederzeit wiederwählen?
Bill Clinton, weil man bei ihm gesehen hat, dass Menschen mit Fehlern und Kanten (wie Du und ich) gute Politik machen können.
25. Und zum Schluss: Sagen Sie, was Sie wollen.
Diejenige Zufriedenheit in Familie, Beruf und Politik, die ich bis anhin erfahren durfte.


